Frau Vance, sind Sie sicher? Diese Aussage ist schädlich.“
„Da bin ich mir sicher, Euer Ehren.“
Dann trat mein Vater in den Zeugenstand.
„Meine Mutter war senil“, sagte er. „Elena hat sie ausgenutzt. Elena war schon immer das schwarze Schaf. Seltsam. Ungesellig. Sie konnte nirgendwo eine Arbeit behalten, geschweige denn ein Anwesen verwalten.“
„Und haben Sie Ihre Mutter oft besucht?“, fragte Sterling.
„So oft wie möglich“, log mein Vater. „Aber Elena hat uns den Weg versperrt. Sie hat die Schlösser ausgetauscht.“
Ich schrieb eine Notiz auf meinen Block.
Meineidsvorwurf Nummer eins: Die Schlösser wurden vom Pflegeheim ausgetauscht, nicht von mir.
„Ihr Zeuge“, sagte Sterling.
„Keine Fragen, Euer Ehren.“
Mein Vater grinste höhnisch, als er herunterstieg.
Er dachte, ich hätte Angst.
Er verstand nicht, dass ich zuließ, dass sie jede Lüge in die Gerichtsakten eintragen ließen.
Sterling rief daraufhin einen bezahlten medizinischen Experten hinzu, der Nana Rose nie getroffen hatte, aber behauptete, dass sie aufgrund ihres Alters anfällig für Druck gewesen sein müsse.
„Der Angeklagte hat wahrscheinlich emotionale Manipulation eingesetzt“, sagte er.
„Keine Fragen“, wiederholte ich.
Als Sterling sich ausruhte, hatten sie ihre Geschichte bereits ausgearbeitet: Ich sei pleite, labil, arbeitslos und hätte eine verwirrte alte Frau dazu gebracht, mir ein Vermögen zu überlassen.