Meine Schwiegermutter hat das von 1975 bis 2010 für jede Hochzeitsfeier zubereitet. Nur 3 Zutaten und die Leute fragen immer noch nach dem Rezept.

Dieses Gericht stand von Mitte der 70er bis in die 2000er Jahre auf jedem Gemeindebuffet im Keller, meist in einer ramponierten Glasauflaufform, in deren Boden der Name von jemandem eingraviert war. Meine Schwiegermutter nannte es ihre „Hühnerhaxe“, und ich glaube, sie hat nie etwas davon mit nach Hause gebracht.

Es sind nur drei Zutaten, nichts Besonderes, aber die Art, wie die Soße um das Hähnchen herum einkocht, ergibt eine glänzende, aromatische Glasur mit klebrigen, karamellisierten Rändern, die in Erinnerung bleibt. Es ist das Rezept, nach dem ich noch heute bei Beerdigungen, Babypartys und jedem anderen Abendessen in der Kleinstadt gefragt werde.

Glasauflaufform mit altmodischem Kirchenhuhn auf einem
Landhausküchentisch