Ich kam früh in einem schlichten anthrazitfarbenen Anzug an. Meine Haare waren zu einem strengen Dutt zusammengebunden, und ich trug nur eine dünne Manilamappe bei mir.
Meine Eltern trafen fünf Minuten später ein, elegant gekleidet wie zu einem Galaabend. Meine Mutter trug Chanel, mein Vater einen maßgeschneiderten italienischen Anzug. Neben ihnen stand Mr. Sterling, ein Anwalt, der für seine Werbeplakate und seine brutalen Gerichtstaktiken bekannt war.
Sie sahen mich in der Nähe der Gerichtssaaltüren sitzen.
„Sie können sich noch einigen“, sagte mein Vater mit einem selbstgefälligen Lächeln. „Geben Sie uns achtzig Prozent. Behalten Sie den Rest als kleine Entschädigung für die angebliche Pflege. Wir lassen die Betrugsanzeige fallen. Ansonsten ruinieren wir Sie dort.“
„Mir geht es gut, danke“, sagte ich.
Herr Sterling trat vor und musterte mich.
„Frau Vance, ich habe gehört, Sie haben keinen Anwalt. Sich in einem Erbschaftsverfahren wie diesem selbst zu vertreten, ist eine schreckliche Idee. Ich werde Sie vor Gericht vernichtend schlagen. Der Richter wird keine Geduld mit einer Amateurin haben.“
Ich sah ihn an. Sein Anzug war teuer, aber seine Aktentasche war ein einziges Chaos; Papiere ragten in alle Richtungen heraus. Auf seinem Ärmelaufschlag prangte ein Kaffeefleck.