Der Tag, an dem ich ein wunderschönes Geheimnis über eine von mir eingestellte Person entdeckte
Das schöne Geheimnis.
Der Grund, warum sie so gut zuhörte. Der Grund, warum sie langsam und überlegt handelte. Der Grund, warum sie Menschen nicht wie Objekte behandelte.
Sie hatte jahrelang geübt, in den heiligsten, zerbrechlichsten Momenten des menschlichen Lebens präsent zu sein.
Natürlich ging sie die Arbeit auf eine andere Weise an.
Was ich an diesem Nachmittag gemessen hatte,
sah ich mir ihren ursprünglichen Lebenslauf noch einmal an.
Nirgends wurde die Möglichkeit einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Hospiz erwähnt.
Die aufgeführten Fähigkeiten. Zertifizierungen. Softwarekenntnisse.
Alles wahr.
Doch die Eigenschaften, die sie so außergewöhnlich machten, waren nicht einfach nur Stichpunkte. Sie wurden still und leise, abseits des Rampenlichts, in Räumen entwickelt, in denen niemand für LinkedIn posierte.
Mir wurde dadurch bewusst, wie eng meine Sichtweise auf die Personalbeschaffung bisher gewesen war.
Ich habe die Kandidaten anhand folgender Kriterien bewertet:
Produktion
Geschwindigkeit
Fachkompetenz
Kulturelle Anpassung
Alles Wichtige.
Aber ich hatte nicht explizit danach gesucht: