Selbst meine Tabletten halfen nicht.
Irgendwann um Mitternacht bemerkte ich ein leises Summen durch das offene Schlafzimmerfenster.
Es war die Art von Geräusch, die man tagsüber nie hören würde.
Ich zog die Jalousien beiseite.
Zuerst dachte ich, ich bilde mir das Gesehene nur ein.
Dann folgte mein Blick dem dicken schwarzen Kabel.
Monicas weißer Tesla war ungewöhnlich nah an unserer gemeinsamen Grundstücksgrenze geparkt.
Das Kabel verlief von ihrem Auto direkt zur Außensteckdose an meiner Garage.
Ich schlüpfte in meinen Bademantel und meine Hausschuhe und ging nach draußen.
Mein Herz hämmerte so heftig wie seit Monaten nicht mehr.
Monica lehnte lässig am Auto und scrollte auf ihrem Handy.
„Monica“, sagte ich. „Was genau tust du da?“
Sie blickte auf, ohne die geringste Spur von Verlegenheit.
„Ich lade mein Auto auf. Was soll der ganze Aufruhr?“
„Das Wichtigste ist, dass das Kabel in MEINEM Haus angeschlossen ist.“
Sie verdrehte die Augen und steckte das Handy in ihre Gesäßtasche.
„Eleanor, komm schon. Du wohnst allein. Wie viel Strom brauchst du denn schon?“
„Darum geht es nicht.“
„Das stimmt schon irgendwie“, sagte sie und winkte in Richtung meines Hauses. „Ich habe drei Kinder. Ich bin den ganzen Tag unterwegs. Sie sind Rentner. Sie sitzen einfach nur drinnen.“
Mir stieg ein heißes Gefühl in den Nacken.
„Meine Stromrechnung hat sich letzten Monat verdoppelt, Monica. Verdoppelt. Wegen DIESEM.“
„Ich bin fast fertig.“
Sie lachte genervt auf.