Es gibt Tage, an denen man morgens aufwacht und das Gefühl hat, die Nacht habe mehr hinterlassen als nur Müdigkeit oder wirre Bilder. Man sitzt noch einen Moment auf der Bettkante, starrt ins Leere, und da ist dieses eigenartige Wissen: Etwas war anders. Ein Traum, der nicht verblasst. Ein Gefühl, das nicht einfach verschwindet. Vielleicht war es eine Szene, vielleicht nur eine Stimmung, vielleicht ein Gesicht, das man lange nicht gesehen hat – und doch fühlt es sich bedeutungsvoll an, fast wie eine leise Botschaft. Ich kenne dieses Gefühl gut. Und viele Frauen, mit denen ich darüber gesprochen habe, ebenfalls. Manche lachen es weg, andere schweigen darüber, weil sie nicht erklären können, was da eigentlich passiert ist. Und wieder andere spüren tief in sich: Das war kein Zufall.
Seit Jahrhunderten versucht der Mensch, genau diese feinen, kaum greifbaren Empfindungen zu verstehen. Lange bevor es moderne Psychologie oder Neurowissenschaften gab, blickten Menschen zu den Sternen. Sie suchten dort nach Antworten, nach Ordnung, nach einem Sinn für das Unsichtbare. Astrologie war nie nur Horoskope in der Zeitung. Sie war – und ist für viele bis heute – eine Sprache für das, was man fühlt, aber nicht messen kann. Für Intuition, Vorahnung, innere Bilder, Träume, die zu real erscheinen, um bloß Fantasie zu sein.