Unvorhergesehene Kosten, die alles durcheinanderbringen
Und gerade wenn man denkt, ein paar Zehner zurücklegen zu können, geht etwas kaputt. „Neulich hat die Waschmaschine den Geist aufgegeben“, seufzt sie. „Dann bricht die ganze Planung zusammen. Kein Puffer, kein Spielraum.“ Besonders diese unerwarteten Ausgaben halten sie wach: ein Kühlschrank, der den Dienst quittiert, Schulsachen, die ersetzt werden müssen, eine Zahnarztrechnung. Das Geld ist schlicht nicht da.
Alles wird teurer, nur die Sozialhilfe nicht
Man sieht es überall: Die Lebensmittel werden teurer, die Energierechnung steigt und selbst eine einfache Busfahrt schlägt zu Buche. „Die Preise laufen davon, aber die Sozialhilfe bleibt stehen“, sagt Anita. „Es wird erwartet, dass man mit einem Betrag auskommt, der kaum zum Existieren reicht. Genuss? Dieses Wort verschwindet aus dem Vokabular.“
Sich ausgeschlossen fühlen
Dieses nagende Gefühl, dass man und die Kinder nicht mitmachen können, ist vielleicht das Schlimmste. Anita möchte gleiche Chancen für ihre Kinder, aber das gelingt nicht immer. „Man fühlt sich manchmal wie ein schlechter Elternteil“, gesteht sie. „Ich tue alles, was ich kann, aber ich kann ihnen nicht geben, was sie verdienen. Das tut weh.“