Alle schauten schweigend zu.

Ich drehte mich zu Marcus um. Er starrte auf den Boden, Tränen rannen ihm lautlos über die Wangen.

„Was Marcus nicht wusste“, fuhr ich fort, „war, dass ihm jemand auf der Party heimlich Drogen in sein Getränk gemischt hatte. Er dachte, er trinke Limonade. Der toxikologische Bericht bestätigte es: Er hatte Rohypnol im Blut. Er wurde ohne sein Wissen unter Drogen gesetzt.“

Im Gerichtssaal herrschte stummes Entsetzen.

„Ich dachte, er sei nüchtern, als er ins Auto stieg. Ich hatte keine Ahnung, was in seinem Blut war, bis er nach dem Unfall im Krankenhaus aufwachte.“ Meine Stimme zitterte. „Ich wusste nicht, dass ich ein Leben genommen hatte. Ich wusste nicht, dass ich meiner Tochter das Leben genommen hatte.“